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Geschichtliche Wurzeln…

Die Geschichte von Werischwar begann eigentlich schon, als sich die Legionen der Römer auf der so genannten römischen Straße, die sich an der Grenze der heutigen Stadt entlangzog, zur Eroberung des Westens in Richtung von Brigetio (Szőny), Arrabona (Raab-Győr) Scarbantia (Steinamanger – Szombathely) Vindobona (Wien) aufmachten. Auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils Freiheitswäldchen (Szabadságliget) stand den Legionen ein Hilfslager zur Verfügung. Die archäologischen Forschungen und die Meilensteine auf dem Hof der Stadtbibliothek sind Beweise dafür.

Im Jahre 1543 ließ Lala Mustafa an der Kreuzung der Straßen eine Plankenburg aus Steinen, Ziegeln, Planken und rotem Lehm bauen, um die Straße zwischen Ofen (Buda) und Gran (Esztergom) zu schützen. Die Burg schimmerte wegen dem roten Lehm schon von weitem rot, deshalb wurde sie von den Türken “kisil hisar palankas” genannt. Das bedeutete soviel wie “Rote Plankenburg”, kurz wurde sie Rotenburg/Vörösvár genannt. Der Name “Pilisvörösvár” entstand 1901, als die Siedlung zu einer Gemeinschaft mit geregelten Rechten wurde.

Die von den Osmanen zerstörte und ausgeraubte Gegend war vorübergehend unbewohnt. Deshalb batGeschichte von Werischwar der erste Gutsherr von Werischwar, Graf László Csáky, Kaiser Leopold I. darum, ihm Bauern zu schicken, damit diese die Felder bewirtschaften. Noch im selben Jahr am 4. Juli 1689 kamen die ersten Siedler, vier Bauernfamilien aus Süddeutschland, an. Sie ließen sich auf dem unbewohnten Grundstück der Familie Podmaniczky in Kyszntho (Kisszántó) bzw. Kyralyzanthoya (Királyszántója) nieder. Sie rodeten Wälder, trockneten Sümpfe und schufen dadurch fruchtbares Ackerland. Die fleißigen Brauen brachten eine blühende landwirtschaftliche Kultur zustande.

Geschichte von WerischwarAb Mitte des 18. Jahrhunderts siedelten sich hier auch jüdische Händler an. Nach zeitgenössischen Beschreibungen war Werischwar ein bedeutendes Zentrum des jüdischen religiösen Lebens auf dem Lande. Die seltenen Grabdenkmäler der jüdischen Kultur aus dieser Zeit findet man im jüdischen Friedhof der Stadt.

Auf die Verordnung von Maria Theresia wurde 1749 der so genannte “Postweg” fertig. Ab 1752 beförderte die Postkutsche auch Fahrgäste. Bis zum Jahre 1888 hatte sie auch in Werischwar eine Haltestelle. Der Postkutschenhof war das Gebäude des heutigen Rathauses. Die günstige Lage der Siedlung, die Straßen, die in größere Städte führten und die Bahn boten gute Möglichkeit zur Entwicklung. Am 15. November 1895 fuhr der erste Zug durch Werischwar auf der damals gebauten Dampfeisenbahnstrecke zwischen Budapest und Gran -Esztergom.

Im Jahre 1896 eröffnete eine belgische Kapitalgesellschaft eine Steinkohlengrube im Nachbarort Sankt Iwan. Bald stellte sich heraus, dass sich das Steinkohlengebiet bis zur Grenze von Werischwar erstreckt. 1903 wurde mit der Vertiefung der Zwillingsgrube an der Südseite der Gemeinde (Leopold – Schacht) begonnen, die 1940 aus militärpolitischen Gründen stillgelegt wurde.

Geschichte von WerischwarTrotz der ständigen Erhöhung der Produktion verschelchterte sich die Lage der Bergmänner immer mehr, was am 23. November 1928 zu einem Streik führte. Die Verwaltung des Bergwerks konnte sich erst am 20. Januar 1929 mit den Bergarbeitern einigen. Zur Erinnerung an diesen Streik steht vor dem Rathaus ein Denkmal, ein Werk des örtlichen Bildhauers Béla Bajnok.

Der Bergbau hatte eine große Bedeutung für das Leben der Menschen und die Entwicklung der Stadt. 1923 verdankten Werischwar und seine Umgebung die zur Versorgung nötige Elektrizität dem Bergwerk.

Die Schicksalsjahre der ungarischen Geschichte, die Weltkriege verschonten auch Werischwar nicht. Im Ersten Weltkrieg starben fast 100 Werischwarer Soldaten. Zu Pfingsten 1944 wurden 50 jüdische Familien verschleppt. Nur wenige entkamen den Lagern und von ihnen kehrten insgesamt nur fünf Menschen nach Werischwar zurück. Für das Überleben nach den Grausamkeiten des Zweiten Weltkrieges hat auch die Tatsache geholfen, dass sich die Bewohner des Dorfes (die meisten Angehörige der deutschen Minderheit) mit den nationalsozialistischen Ideen nicht identifizierten und 99% der Familien die Möglichkeit der Evakuierung ablehnten. Aus Werischwar wurde niemand vertrieben, weil die Arbeit der vielen in der Industrie beschäftigen Menschen für die Kriegsindustrie nötig war. Die Zahl der zwischen 1941-1949 verstorbenen oder verschwundenen Soldaten und der Kriegsgefangenen betrug 269.

Michael Fogarasy – Fetter
Ehrenbürger der Stadt Werischwar (verstorben 2007)

Geschichte von Werischwar Geschichte von Werischwar

Die Geschichte des Namen der Stadt und ihres WappensWappen

Das Wappen ist ein blaues Schild. Auf dem Wappen ist eine rote Burg und ihr Eingang zu sehen. Über der Burg, auf dem blauen Himmel erscheint ein silberner Adler. Sein Kopf ist von der Seite zu sehen und seine Flügel sind ausgebreitet. Die rote Plankenburg deutet auf die Vergangenheit der Stadt, die blaue Farbe und der silberne Adler stehen für den deutschen Ursprung der Bevölkerung.

(Quelle: Verordnung 16/2000.(IX.25) der Gemeinde Pilisvörösvár über die Gründung und Nutzung des Wappens, der Flagge und des Siegels der Stadt)

Schon im Jahre 1543 bauen die Türken mit Hilfe der hier beheimateten Bevölkerung eine Burg aus rotem Lehm und Pfahle, um die Hauptstadt vor den Angriffen aus dem Westen zu schützen. Die Burg wurde auf Grund ihrer Farbe und ihres Charakters zum Namensgeber der Stadt. So wird der Name von Pilisvörösvár auf die türkische Besetzung des Gebietes datiert.

Pilisvörösvár heißt wortwörtlich übersetzt Pilischrotburg, also eine rote Burg im Pilischgebirge.
Der türkische Name der Plankenburg, erbaut von Lala Mustafa, ist: Kisil hisar palankasi, also Planke von Pilisvörösvár. (Verschiedene Meinungen schätzen die Herkunft des Namen aus der Zeit, als es eine Steinburg auf dem “Roten Berg” stand.)

Die Reichtümer und die wirtschaftliche Lage der Stadt

Heute können wir mit Entschiedenheit feststellen, dass Werischwar eine wohlhabende Stadt ist. Das, was wir dank den natürlichen Gegebenheiten und den Ressourcen unserer Stadt und ihrer Region in der Mitte des Pilisch – Beckens genießen können, ist ein freundliches Werk des Schöpfers oder nach anderen Meinungen das Darlehen an unsere Enkelkinder. Diese Gaben haben wir in den letzten 10 Jahren erfolgreich vor den Industrieanlagen und Unternehmen, die Umwelt verschmutzen, geschützt. Wir haben fast jeden Tag mit Grundstückspekulanten zu tun, die Wohnparks bauen wollen. Es wird ihnen davon abgeraten, unsere Wälder für den Bau von Gebäuden abzuholzen. Neben dem Schutz der Unversehrtheit der Natur haben wir auch ein anderes wichtiges Ziel erreicht: Wir haben das Gemeinschaftsbewusstsein und das Gefühl der Identität unserer Bürger zu ihrer Heimat- bzw. zu ihrer gewählten Stadt erhalten. Wenn man entlang der Hauptstraße geht, kann man Dienstleistungen aller Art entdecken. Das gehört heute schon zu unserem Alltagsleben. Auch das gehört zu den Ressourcen. All das ist der jungen dienstleistenden Generation zu verdanken, die als neue Arbeitgeber aus eigener Kraft wettbewerbsfähig wurde, für die der Wettbewerb natürlich ist und die dieses feine Netz der Dienstleistungen zustande gebracht hat. Unter ihnen gibt es Handwerker zweiter und dritter Generation (Tischler, Zimmermänner, Bildhauer, Maurer, Metallarbeiter), Ärzte, die ihren Beruf von ihren Vätern erlernten. Es gibt einen Gewerbetreibenden dritter Generation, dessen Großvater schon ein erfolgreicher Tischler war. Sein Vater geht bald als Ingenieur in die Rente und er selbst übt den Beruf des Ingenieurs auf einem hohen Niveau aus. Wie er es von seinem Großvater gelernt hatte, kehrt er jeden Tag den Gehsteig vor der Firma.

Ehrlichkeit, Arbeitseifer, gesunde Umgebung, wunderschöne Landschaft. Das ist der Reichtum von Werischwar, davon soll man leben, das soll verkauft werden. Diesen Schatz verkaufen wir nicht auf dem Markt. Wir wählen aus, mit dem wir dies teilen. Wer unsere Stadt bereichern möchte, soll das tun. Wer nicht fähig ist, die Vielfalt zu bewahren, sondern nur (weg)nehmen und konsumieren will, muss das anderswo tun. Heutzutage ist es gut, in Werischwar zu leben. Neben dem feinen Netz der Dienstleistungen ist die fast vollkommene Infrastruktur eine tägliche Realität. Im Jahre 2001 wurde das Kanalisationssystem in der ganzen Stadt ausgebaut. Im Zuge dessen wurden die Straßen asphaltiert. Der Anteil der asphaltierten Straßen erhöhte sich von 20% auf 60%. Dort, wo die Straßen asphaltiert wurden, halten unsere Bürger die Gehsteige nicht nur sauber, sondern sie pflanzen auf jedem Stück Land Blumen, Gras und Sträucher an und pflegen sie mit Liebe.

Erfreulicherweise nehmen immer mehr Intellektuelle an der Verwirklichung unserer Ziele teil. Als Ergebnis der Musikschulausbildung, die auf eine fast zwei Jahrzehnte lange Tradition zurückblicken kann, wächst die Zahl der Blaskapellen ständig an. Die Lehrer die Musikschule nehmen an fast allen Feiern zusammen mit anderen Intellektuellen als Akteure, Darsteller oder Organisatoren teil. Auch neue Arbeitsplätze werden für die Intellektuellen geschaffen. Die Führung der Stadt hat den Weg zum Bau einer Klinik auf der Grünen Wiese freigegeben.

Unsere Siedlung ist reich, wir tragen dafür Verantwortung und schulden ihrem Schöpfer Dank.

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